© solved – fotolia.com
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Neurofeedback

Was ist Neurofeedback? 

Neurofeedback ist eine computergestützte Trainingsmethode, mit der Erkrankungen, die auf Fehlregulationen im Gehirn zurückgehen, erfolgreich therapiert werden kann. 

Alles, was wir sind, ist ein Resultat dessen, was wir gedacht haben.

buddha


Im Rahmen des EEG-Gehirn-Trainings werden Hirnareale und -aktivitäten abgebildet, die normalerweise nicht bewusst wahrnehmbar sind. Die akustische, optische und taktile Darstellung der Funktionen vermittelt dem Patienten eine Rückmeldung über die Aktivitäten seines Gehirns. Durch kontinuierliche Wiederholungen lernt das Gehirn Fehlregulierungen besser auszugleichen und die Funktionsfähigkeit dauerhaft zu verbessern.

© Antonioguillem – fotolia.com
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Wann wird Neurofeedback eingesetzt?

Klinische Studien belegen die Wirksamkeit des Neurofeedbacktrainings bei einem breiten Spektrum unterschiedlichster Störungen. Dazu gehören:

  • Tinnitus 
  • Erschöpfungszustände/Burn-Out
  • Angst- und Zwangs und Schlafstörungen
  • Depressionen
  • Aggression
  • Stress
  • Kopfschmerzen und Migräne
  • Klimakterium
  • Tics
  • Peak Performance Training
  • Epilepsie
  • Fibromyalgie 

und vieles mehr.


Neben der medizinischen Anwendung wird Neurofeed­back mit großem Erfolg für Tiefenentspannung und Meditation, aber auch zur Leistungssteigerung eingesetzt.



Wie funktioniert Neurofeedback?

Neurofeedback beruht auf der Erkenntnis, dass die Aktivität des Gehirns willentlich beeinflusst und selbst kontrolliert werden kann.

 

Das Gehirn sammelt ständig interne und externe Informationen wie Bilder, Geräusche, Düfte oder taktile Reize und verarbeitet sie. Bei manchen Menschen führt die Vielzahl dieser Reize zu Irritationen. Das Gehirn reagiert anders als gewünscht. Beim Neurofeedbacktraining werden die Signale des Gehirns über kleine Sensoren gemessen und über ein spezielles Computerprogramm ausgewertet. So erhält der Patient eine unmittelbare Rückmeldung über seine Gehirnaktivität. Durch das kontinuierliche Feedback lernt der Patient, wie er sein Gehirn beeinflussen kann, um bestimmte Zustände aufrecht zu erhalten oder bewusst herbeizuführen. Er lernt, seine eigene Gehirnaktivität bewusst zu steuern.

Was passiert bei den Sitzungen?

Unser Gehirn ist immer aktiv. Diese Aktivität ist messbar. Beim Neurofeedbacktraining erfolgt über ein EEG eine direkte Rückmeldung der relevanten Aktivitäten und Impulse an den Patienten. Fast in Echtzeit erhält das Gehirn zusätzliche Informationen, die es normalerweise nicht bekommt, und kann diese sofort verarbeiten. Das Gehirn nimmt die Signale auf, integriert sie und lernt unbewusst, die Prozesse zu verändern. Der Patient nimmt die Veränderungen als Entspannung, Aufmerksamkeit oder eine Reduktion seiner Symptome wahr.

Wie viele Sitzungen sind erforderlich?

Für eine erfolgreiche Behandlung sind 20 bis 40 Sitzungen erforderlich.


Häufig kann durch das Neurofeedbacktraining eine Reduktion der Medikamentendosis erzielt werden. In einigen Fällen ist sogar ein Absetzen der Medikamente möglich. Die Entscheidung über eine Veränderung der Medikation trifft der behandelnde Arzt.


Neurofeedback kann eine Erkrankung oder Störung nicht heilen. Bei allen Krankheits- und Störungsbildern führt das Training nachweislich zu einer Verminderung der Symptome und einer Verbesserung der Lebensqualität.